Immobilien kaufen und verkaufen am Zürichsee

Marktbericht – 2. Quartal 2023

Die Schweizerische Nationalbank hat im Juni nochmals den Leitzins angehoben. Im hiesigen Immobilienmarkt ist nun teilweise die Preisentwicklung rückläufig. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich das Transaktionsvolumen deutlich abgekühlt.

Mit dem erneuten Anstieg des Leitzinses am 22. Juni hält die Schweizerische Nationalbank (SNB) an ihrer straffen Geldpolitik fest, um die Inflation einzudämmen. Das ist nun bereits der fünfte Zinsschritt in Folge. Zwar hat sich die Inflation seit Februar markant zurückgebildet auf 2.2%. Doch die Notenbank verfolgt weiterhin das Ziel der Preisstabilität, worunter sie einen jährlichen Anstieg der Konsumentenpreise zwischen 0 und 2% versteht. Es wird erwartet, dass die SNB ihren Leitzins im September ein letztes Mal auf 2 Prozent erhöhen wird. Auf die langfristigen Hypothekarzinsen wird dieser Zinsschritt mit grösster Wahrscheinlichkeit keinen grossen Einfluss haben, da die Anleihemärkte bereits die Änderung der Leitzinsprognose für September antizipieren. Im Gegenteil: Die Aussicht auf mögliche Leitzinssenkungen im nächsten Jahr sollte zu leicht niedrigeren Zinssätzen in der zweiten Jahreshälfte führen.

Preisrückgänge in Schlüsselstädten

Während die Immobilienpreise noch im 1. Quartal eher träge auf das neue Zinsregime reagiert haben, bietet sich nun im 2. Quartal ein völlig verändertes Bild. Laut dem Datenanbieter Realadvisor hat das zweite Quartal einen allgemeinen Rückgang der Immobilienpreise gesehen. Für Wohnungen fiel der nationale Durchschnitt leicht um 0.1%. Diese scheinbar kleine Veränderung beinhaltet jedoch bedeutende Verschiebungen in den Schlüsselstädten. Genf führte den Rückgang mit 1.2% an, dicht gefolgt von Lausanne und Basel, die beide ein Abrutschen der Preise von 1.0% bzw. 0.8% gesehen haben. Auch in Bern haben sich die Preise um 0.8% zurückentwickelt. Interessanterweise folgten nicht alle Städte diesem Abwärtstrend. Zug und Zürich trotzen dem Trend mit leichten Preissteigerungen von 0.6% bzw. 0.3%.

Der Markt kühlt sich deutlich ab

Die Anzahl der Immobiliengeschäfte haben im zweiten Quartal laut Realadvisor einen signifikanten Rückgang von 20% verzeichnet. Dieser Trend ist in den meisten Regionen gleichbleibend. Zürich und Bern registrierten beide eine Minderung der Transaktionen um 15% im Vergleich zum gleichen Zeitraum des Vorjahres, während in Genf die Entwicklung mit einem leicht höheren Rückgang von 18% verzeichnet wurde. Die Transaktionen in Basel gingen um 12% zurück, was eine deutliche Verlangsamung der Markttätigkeit in diesen Grossstädten im Vergleich zum Vorjahr markiert. Mit 30% sind in den Regionen Tessin, Wallis und Graubünden die Transaktionen am meisten rückläufig. Das Abtauchen der Transaktionen in diesen Regionen ist ein klares Indiz für die Abkühlung des Marktes und spiegelt die allgemeine Verlangsamung des schweizerischen Immobilienmarktes wieder.

Positive Werte in Zürich

Das Ende der Negativzinsen sowie die Aussicht auf weitere Zinserhöhungen der SNB hinterlassen schweizweit Spuren. Trotzdem ist der Zürcher Eigenheimmarkt nicht an dem Punkt, an welchem die Preise fallen. Der Wunsch nach den eigenen vier Wänden ist nicht zu unterschätzen. Der Zürcher Wohneigentumsindex (ZWEX) ist vom ersten auf das zweite Quartal mit +0.5% leicht gestiegen und zeigt im Vergleich zum Vorjahresquartal ein Plus von 3.2%. Zwischen den einzelnen Regionen zeigen sich deutliche Unterschiede. Während die Preise rund um den Zürichsee mit einem Wachstum von 3.9% Prozent gegenüber dem ersten Quartal steil nach oben zeigen, bewegen sie sich in den Regionen «Regio» und «Land» seitwärts.

Wer gegenwärtig ein Haus an guter Lage im Kanton Zürich besitzt, sieht seine Liegenschaft noch aufgewertet, denn die Nachfrage nach Wohneigentum ist nach wie vor sehr gross. Eigenheimbesitzer, die sich vielleicht aus Altersgründen von ihrem Haus trennen möchten, dürfen aufgrund der Wertsteigerungen der letzten 20 Jahre mit einem mehr als attraktiven Verkaufspreis rechnen.

Wenn Sie wissen möchten, wie sich der Marktpreis Ihrer Immobilie verändert hat, dann nutzen Sie gerne für eine Ersteinschätzung unseren Online-Wertermittlungsrechner oder kontaktieren uns für eine präzise Marktwertermittlung vor Ort.

Quelle: RealAdvisor

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