Preisauftrieb & Dynamik
Der Immobilienmarkt präsentiert sich auch im zweiten Quartal 2026 von seiner äusserst robusten Seite. Gestützt durch ein anhaltend tiefes Zinsniveau, eine begrenzte Bautätigkeit und ein knappes Angebot setzt sich der Preisauftrieb fort.
Anhaltender Trend: Einfamilienhäuser gewinnen an Dynamik
Die Preiserwartungen der Marktexperten für die kommenden Monate bleiben mehrheitlich positiv. Ein flächendeckender Preisrückgang ist nicht in Sicht, wobei sich die Segmente nuanciert entwickeln:
Einfamilienhäuser
Hier zeigt sich eine deutlich beschleunigte Dynamik. Der Quartalsanstieg lag bei starken 2,6 %, verglichen mit dem Vorjahr resultiert ein Plus von 4,4 %. Der mittlere Transaktionspreis sank marginal, was primär auf strukturelle Verschiebungseffekte bei den gehandelten Objekten hindeutet.
Eigentumswohnungen
Die Preise stiegen gegenüber dem Vorquartal um 0,5 % und liegen nun 4,7 % über dem Vorjahresniveau. Während die kurzfristige Dynamik etwas abflachte, bleibt der langfristige Trend intakt.
Mietwohnungsmarkt & Mehrfamilienhäuser
Der Schweizer Mietwohnungsmarkt hat im zweiten Quartal 2026 wieder deutlich an Dynamik gewonnen. Die Mieten für Neuabschlüsse stiegen schweizweit um 2,4 % gegenüber dem Vorquartal und lagen damit 2,0 % über dem Vorjahresniveau.
Steuerpolitik: Klarheit durch die Reform des Eigenmietwerts
Der Bundesrat hat die Weichen gestellt: Die Reform der Wohneigentumsbesteuerung tritt per 1. Januar 2029 in Kraft. Damit gehört der Eigenmietwert für selbstgenutztes Wohneigentum der Vergangenheit an, während die Kantone als Kompensation Objektsteuern für Zweitliegenschaften einführen können. Dieser Entscheid schafft lang ersehnte Planungssicherheit, dürfte den Transaktionsmarkt kurzfristig jedoch kaum spürbar beeinflussen. Der Effekt zeigt sich primär mittelfristig und hängt stark von der individuellen Verschuldung und der kantonalen Ausgestaltung ab.
Fazit
Der Immobilienmarkt bleibt trotz hoher Preisniveaus äusserst widerstandsfähig. Unterstützend wirken weiterhin das tiefe Zinsniveau, die begrenzte Neubautätigkeit und das knappe Angebot an verfügbaren Objekten. Sowohl für Eigentumswohnungen als auch für Einfamilienhäuser werden in den kommenden 12 Monaten steigende Preise erwartet. Auch die Zinsprognosen deuten darauf hin, dass die kurzfristigen Zinsen vorerst nahe null bleiben dürften.
Quelle: FPRE (PwC Immospektive vom 18. September 2026)